In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Entwurfs- und Gestaltungsprozesse sind keine unerklärlichen genialen Schöpfungsakte. Sie beruhen auf Techniken, Praktiken und Regeln, die im Designstudium vermittelt und reflektiert werden, ebenso wie auf Werkzeugen sowie Denk- und Darstellungsmedien, deren Potenziale sich mit der technologischen Entwicklung verändern. Diese Verfahren und Werkzeuge sind nicht neutral, sondern prägen den Entwurfsprozess und seine Ergebnisse mit ihrer technischen und medialen Eigenlogik. Zugleich unterliegen sie historischen Veränderungen und sind stets in kulturelle, soziale, ökonomische und politische Zusammenhänge eingebettet.
Das Seminar fragt, wie KI-Werkzeuge durch ihre Eigenlogik die Logik und Struktur von Entwurfsprozessen im Design verändern. Zunächst beschäftigen wir uns mit der Funktionsweise und den technischen Grundlagen verschiedener Formen des maschinellen Lernens und neuronaler Netze. Anschließend untersuchen wir, wie KI als Antizipationsmaschine einzelne Elemente des Entwurfsprozesses augmentieren oder automatisieren kann, welche Modelle der Co-Kreation mit KI existieren und wie intelligente Systeme die User Experience digitaler Produkte verändern. Wir diskutieren die Verschiebung des Arbeitsaufwands von ehemaligen Kernbereichen …
In der Vorlesung betrachten wir zentrale Themen und Schlüsselkonstellationen der Designgeschichte von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart und stellen die Frage nach der Bedeutung von Designgeschichte für eure eigene Gestaltungspraxis.
Nachdem wir uns zunächst darüber verständigt haben, wann Designgeschichte überhaupt beginnt, bewegen wir uns in drei Themenblöcken in Richtung Gegenwart.
Im ersten Block – Moderne – betrachten wir, wie Industrialisierung und Massenproduktion Design als die Disziplin hervorbringen, die wir heute kennen; wie zugleich die Arts-and-Crafts-Bewegung die industrielle Massenproduktion aus ethischen und ästhetischen Gründen kritisiert; wie sich in den Stahlrohrmöbeln und der Frankfurter Küche die Gestaltungs- und Raumkonzepte der Moderne zeigen; und wie der Bauhaus-Vorkurs die Designausbildung revolutioniert hat und wie diese Konzeption auch die KHB Weißensee bis in die Gegenwart prägt – nämlich in Form des künstlerisch-gestalterischen Grundlagenjahrs.
Im zweiten Block – Nachkriegsmoderne/Postmoderne – betrachten wir, wie die Ideen und Prinzipien moderner Gestaltung in der Zeit nach dem Zweiten …