In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Es war schon immer eine zentrale Aufgabe des Designs, die Beziehung zwischen Mensch und Technik zu gestalten. Zugleich prägen Interaktionen mit Technologien den Gestaltungsprozess selbst. Technische Artefakte und Operationen strukturieren unseren Alltag und unsere Gesellschaft und sind eng mit der Frage verbunden, wer wir sind und wie wir leben wollen.
In diesem Seminar untersuchen wir die komplexen und vielfältigen Beziehungen zwischen Mensch und Technik. Ausgangspunkt ist die Einsicht, dass wir uns als Menschen nicht unabhängig von Technik denken können. Die Grenze zwischen unseren Körpern und Technologien ist im Grunde genommen künstlich und durchlässig; Technologen haben durch ihre Agency und ihre Eigenlogik einen konstitutiven Einfluss auf unser Denken, Handeln und Gestalten.
Das Seminar gibt einen Überblick über zentrale Positionen und aktuelle Debatten zur Mensch-Technik-Beziehung. Dazu gehören: die Evolution des menschlichen Technikgebrauchs aus den Operationen der Hand (Leroi-Gourhan); die Entwicklung technischer Systeme durch Logiken von Erfindung und Innovation (Stiegler); Technologien als Extensionen des Menschen …
Theorie und Geschichte
Designtheorie
Die Vorlesung behandelt zentrale Themen und Schlüsselkonstellationen der Designgeschichte von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart und verbindet das mit dem Nachdenken darüber, wie das Verständnis von Geschichte eine aktuelle Gestaltungspraxis informieren kann.
Themen der Vorlesung sind: Ursprungserzählungen der Designgeschichte - wo beginnt Design eigentlich?; die Verwendung historischer Stile als Designsprachen im Historismus des 19. Jahrhunderts; die Programmatik des Bauhauses zwischen Handwerkerutopie und moderner Gestaltung; die Entwicklung neuer Formensprachen und der utopische Anspruch modernistischer Gestaltung am Beispiel von De Stijl; die Kritik der Warenästhetik als Reaktion auf die Konsumgesellschaft der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg; die Herausbildung einer Logik der Singularisierung in der Gegenkultur der 1960er Jahre; die affektive Gestaltungssprache von Memphis in den 1980ern; die Transformation von Gestaltungsprozessen durch digitale Werkzeuge und Medien; und die Frage, wie wir Design und Designgeschichte dekolonisieren können.
Bestandteil der Vorlesung sind eine Exkursion in die Ausstellung ‚Gestalten für Berlin‘ im Museum der …