In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
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Freunde
Mit und Für
Freundschaft spielt seit eh und je eine wichtige Rolle als treibende Kraft in der Kunstwelt. Im Rahmen der Freundschaft arbeiten viele Künstler*Innen zusammen und lassen sich gegenseitig inspirieren.
Zwei spanische Surrealisten Salvador Dalí und Luis Buñuel schufen subversive Bilder der überwältigenden Schönheit im Film „Un chien andalou (ein andalusischer Hund) mit der engen Zusammenarbeit.
In Autographie > erzählte Luis Buñuel kurz vor seinem Tod,
Ich erzählte ihm, dass ich geträumte hätte, wie eine Wolke den Mond durchschnitt und wie eine Rasierklinge ein Auge aufschlitzte. Er erzählte mir, dass er im Traum eine Hand voller Ameisen gesehen habe, und fügte hinzu: Und wenn wir daraus einen Film machten?“
Die Zusammenarbeit der Produktion kann bei den Freunden, Liebespaaren, Bekannten aber auch unter Umständen bei den Konkurrenten stattfinden. Mittlerweile gibt es Arbeiten in Duo oder Teamarbeit nicht nur bei der kollektiven Kreativität, wie auch bei dem Organisieren vieler Festivals, Biennale oder bei der institutionellen Leitungsfunktion. Zum Beispiel, die Documenta fünfzehn wurde vom indonesischen Künstler*innenkollektiv ruangrupa kuratiert. Gilbert & George arbeiten als Künstlerpaar. Sie bezeichnen sich als „Living Sculptures“ und vereinigen ihr Alltagsleben zu ihrer Kunst.
Im „Album zutique“ befindet sich „Le sonnet du Trou du Cul“(Arschlochsonett), eine wichtigste Gemeinschaftsarbeit von Rimbaud und Verlaine.
Eine anonyme Künstlergruppe, Guerrilla Girls, provozieren spontan mit unbequemen humoristischen Straßenplakaten die Skandale, um Sexismus, Rassismus und Korruption anzuprangern.
Christo und Jeanne-Claude waren ein Künstlerehepaar. Sie arbeiteten seit den 60er Jahren gemeinsam an den Verhüllungsprojekten. Die Verhüllung des Berliner Reichstagsgebäudes im Jahr 1995 ist bekannt und populär in Deutschland.
Abramović und Ex-Partner Ulay inszenierten 12 Jahre lang gemeinsam Performance, die sich um Liebe, Abhängigkeit, Verletzung und Vertrauen handeln. Ihre Trennung als Liebespaar machten sie zum Happening im Jahr 1988. Am einen Ende der chinesischen Mauer lief jeder in die Gegenrichtung. Als die beiden sich in der Mitte begegneten, war das gleichzeitig der Abschied.
Das Semesterprojekt „Freunde“ bietet und ermöglicht den Projektteilnehmenden quasi ein Forum Zeichenkultur, um die Zusammenarbeit zu fördern. Zeichner*innen in Duo arbeiten gemeinsam an ihren Bildern, um breit ausgelegte Handlungen über die Freundschaft herauszufinden und sie visuell umzusetzen.
Es geht ums Zusammen-Zeichnen und die Freundschaft. Kollaborative Arbeitsweise zu erlernen. Das weitere individuelle Schaffen zu konfrontieren. Zu gemeinsamen Handlungen aufzufordern: Erinnern. Erzählen. Wiederherstellen. Reagieren. Einigen.
Der Kurator Hans Ulrich Obrist ließ mehreren Personen zusammen eine Zeichnung konstruieren, ohne dass sie den jeweiligen vorgehenden Teil der Zeichnung gesehen haben. Unter denen sind Dan Graham, Katharian Grosse, Pippilotti Rist und vielmehr. Daraus entstanden an die 200 kollektiven Nonsens-Scribbles. Zusammen Zeichnen. Papier aufzufalten. Zeichnen. Falten. Zeichnen.
Auswahl-Kriterien: Bereitschaft auf die Kollaboration des Projekts.
Vertiefungskurs : Line Hoven
Kurzworkshop: Ingrid Wenzel
Erstes Treffen: Mi. 23.4.2025 _10:00, Raum C 104.
Unterrichtstage: Variable vom Mo. Di. MI.
Visuelle Kommunikation
Entwurfsprojekt
Projektbegleitende Vertiefung
Sommersemester 2025
C 104