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Designgeschichte: How can a (hi)story be told about design? (dt/engl)

öffentlich

Die Geschichte des Design kann als eine Abfolge von Objekten dargestellt werden. Das ist oft getan worden. Dazu gibt es viele Bücher. Das tun wir hier nicht. Uns interessieren die Gesten, Intentionen, Narrative, Vorgehensweisen, Ansätze und Fehler, die zu den Objekten geführt haben und die mit Objekten ermöglicht werden. Dabei entsteht ein anderes Konzept von Geschichte.

Im Kurs wird die Herausbildung gestalterischer Perspektiven und Arbeitsweisen erschlossen: Wie entsteht das Vermögen zum Entwurf immer wieder neu? Auf welche Weise setzt die Zeichnung, der „disegno“, die konzeptionelle Kraft der Künste frei und warum hat das Design als Beruf sich von den schönen und den nützlichen Künsten losgesagt? Was hat das Entwerfen mit Herrschaft, was mit Stil zu tun? Worauf stützen sich Akteure, wenn sie mit den Verhängnissen der Gegenwart, wenn sie mit aller bisherigen Geschichte brechen wollen: Auf technischen Fortschritt? Auf drohende Katastrophen? Auf Utopien? Auf Frustrationen? Auf Ungehorsam? Sind die Akteure sich bewusst, dass sie Regeln brechen?

Der Kurs findet unter der Leitung von Prof. Dr. Jörg Petruschat (Theorie und Geschichte des Designs) im Gespräch mit Prof. Dr. Patricia Ribault (Performative Design Research) statt. Die beiden starten einen Dialog, eine permanente, gegenseitige Herausforderung, die historische, philosophische und anthropologische Dimension von Gestaltung zu reflektieren. Der Dialog soll zu einer gemeinsamen Debatte ermutigen mit allen, die teilnehmen. Der Kurs schließt mit einem Kolloquium, auf dem alle, die am Kurs teilnehmen, in knapper Form Motive, Wege und Ergebnisse eigener Erkundungen präsentieren.

Der Kurs findet in Englisch (Patricia Ribault) und Deutsch (Jörg Petruschat) statt. Hinweise zur Lektüre werden aktuell ausgereicht je nach Diskussionsthemen und Verständigungswünschen.

The history of the design can be presented as a sequence of objects. This has often been done. There are many books about this. We do not do that here. We are interested in the gestures, intentions, intuitions, narratives, processes, attempts and even failures that led to the objects and that are made possible with objects. In doing so, a different concept of history emerges.

During the course, creative perspectives and working methods will be developed: How does the ability to design emerge again and again? In what way does drawing, the „disegno“, release the conceptual power of the arts and why has design as a profession broken away from the fine and useful arts? What does design have to do with domination, with style? What do actors rely on when they want to break with the fate of the present, when they want to break with all past history: On technical progress? On the threat of catastrophe? On utopias? On frustrations? On disobedience? Are they always aware that they break the rules of traditions?

The course will be held under the direction of Prof. Dr. Jörg Petruschat (Theory and History of Design) in conversation with Prof. Dr. Patricia Ribault (Performative Design Research). The two will start a dialogue, a mutual challenge to reflect on the historical, philosophical and anthropological dimensions of Gestaltung. The dialogue is intended to encourage a joint debate with all those taking part. The course concludes with a colloquium, where all those taking part in the course will present in concise form motives, ways and results of their own explorations.

The course will be held in English (Patricia Ribault) and German (Jörg Petruschat). Reading suggestions will be given according to the topics of discussion and the wishes of the participants.

Fachgruppe

Theorie und Geschichte

Geschichte

Semester

Wintersemester 2020 / 2021

Prüfungsleistung

Proposalpräsentation

Wann

Montag, 15:00 – 18:30

Raum

khb, Aula

Lehrende