Incom ist die Kommunikations-Plattform der weißensee kunsthochschule berlin

In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre

Incom ist die Kommunikations-Plattform der weißensee kunsthochschule berlin mehr erfahren

missing part

nur für Incom-Mitglieder

missing part – das Ganze und seine Teile

Das eine Produkt für eine real existierende Kollektion eines Design-Herstellers beizutragen, gehört noch immer zur Idealvorstellung vieler Designer. Obwohl oft als obsolet belächelt, scheint die „individuelle Entwurfslust“ (Gert Selle) weiter ein Motor und Motivator für Entwürfe und Produktentwicklungen zu sein, die sich dann den vielen Fragen nach Sinn, Machbarkeit und nicht zuletzt Gewinn stellen müssen. In mis­sing part wird diese Frage zur Entwurfsaufgabe. Um das Angebot eines Unternehmens zu ergänzen, abzu­runden, zu ver­vollständigen, vielleicht sogar neu auszurichten, müßte man sich mit seiner gesamten Kollek­tion beschäfti­gen, ihren Entstehungsweg kennenlernen, Bedürfnisse, gesellschaftliche Entwicklungen, öko­nomische und produktionstechnische Bedingungen miteinbeziehen, dazu auch Handel und Herstellung besser verstehen. Wenn Produkte perspektivisch in die Zukunft verwei­sen sollen, ist ebenso visionäres Denken und ein Verständnis für Art Direction erforderlich, wie die unternehmeri­sche Seite in den Blick zu nehmen.

Robert Christof und sein Team von der Nils Holger Moormann Möbel GmbH in Aschau / Chiemgau sind bereit, uns beim kritischen Nachdenken über Produkt und Produktdesign in einem ganzheitlichen Sinn zu begleiten. Wenige Unternehmen in Deutschland haben in den letzten Jahrzehnten mit Design mehr Furore gemacht. Als Verlag gibt Moormann keine Briefings aus und realisiert etwa eine Neuheit pro Jahr. Als missing part erscheinen daher auch Ergänzungen zur Kollektio­n interessant, Zusätze zu vorhandenen Systemen mit Nutzungserweiterungen und Add-ons.

Was kann am Ende von 14 Entwurfswochen stehen? Eine Präsentation konkreter, mehr oder weniger aus­gereifter Ansätze, bildlich-zeichnerisch und modellhaft vermittelt, sowie plausibel argumentiert. Hat dieses missing part das Zeug dazu, die Kollektion, die Marke und ihre Designer weiter zu bringen, Grenzen auszu­testen und im Idealfall einen Diskurs in der ganzen Branche anzustoßen? Wird es die besondere „Möbelerfin­dung“, mit der man am Ende auch noch Geld verdienen kann?

Fachgruppe

Produkt-Design

Entwurfsprojekt

Fachspezifische Grundlagen: Konstruktion

Semester

Sommersemester 2026

Wann

Montag, 1000 – 1500

Mittwoch, 1000 – 1500

Raum

C3.01

Archivierung

August 2031

Lehrende