Konzept
Profilverbundzange
Das Prinzip von PACKSTA basiert auf einem bereits existierenden Werkzeug: der Profilverbundzange. Sie verbindet durch das durchdrücken eines Stachels zwei Bleche miteinander. Die Profilverbundzange wird vor allem im Trockenbau verwendet, um Blechprofile zu verbinden.
Papierverbindung
Aufgrund anderer Materialbeschaffenheit mussten wir, im Vergleich zur Profilverbundzange, den Stachel durch ein doppeltes Schneidprofil ersetzen. Durch dieses, sowie das passende Gegenprofil im Zangenkopf stanzt PACKSTA die stabile Verbindung in das Material.
Entwurf
Zangenkopf
Der Zangenkopf ist aus Aluminiumguss und beinhaltet den Stanzmechanismus. Der Stanzmechanismus ist austauschbar, um spätere Erweiterungen, sowie das Tauschen oder Nachschärfen der Klingen zu ermöglichen.
Zangenkörper
Die „Arme“ und die „Angel“ der Zange, sind aus gebogenem Edelstahlblech und bewegen durch zusammendrücken den Kolben, auf dem sich die Stanzmesser befinden nach oben.
Griffe
Die Griffe aus Creme, beziehungsweise Papierfarbenem ABS haben eine Grifffläche aus Silikon, um bei der Bedienung besseren Halt zu gewährleisten.
Funktion
Beim Zusammendrücken der Zange werden die ovalen Stanzmesser durch die Pappe gedrückt. Sie sind so konstruiert, dass sie kein vollständiges Oval schneiden und am verbleibenden Rand beide Schichten der Pappe falten. Durch den Überhang der unteren Schicht über die obere und die doppelte Stanzung mit unterschiedlicher Ausrichtung entsteht eine Verbindung, die in alle Richtungen stabil ist.
Kontext
Mischverpackungen (Verbundverpackungen) stellen ein zentrales Problem für das Recycling dar, da sie aus unterschiedlichen Materialien wie Papier, Kunststoff und Aluminium bestehen können, die sich oft schwer oder gar nicht voneinander trennen lassen. Aktuell gelten Verpackungen bereits dann als nicht recyclingfähig, wenn sie keine geeignete Sortier- und Verwertungsinfrastruktur nutzen oder Recyclingunverträglichkeiten aufweisen, wie z. B. bestimmte Klebstoffe oder Barriereschichten. Diese untrennbaren Kombinationen werden in Sortieranlagen nicht erkannt, sodass sie häufig der thermischen Verwertung (Verbrennung) zugeführt werden statt wiederverwendet zu werden. Die Folgen sind eine unterbrochene Kreislaufwirtschaft, der Verlust wertvoller Rohstoffe und erhöhte CO₂-Emissionen. Um dies zu adressieren, fordert die neue EU-Verpackungsverordnung, dass ab 2030 alle Verpackungen recycelbar sein müssen, wobei der Fokus auf Monomaterialien oder leicht trennbaren Komponenten liegt.
Die Papierverbundzange PACKSTA beschäftigt sich mit den Verbindungsmöglichkeiten von Monomaterialien und thematisiert die mangelnde Recyclingfähigkeit von Verpackungen.
Der PACKSTA macht mobiles, freiförmiges und recycelbares Verpacken möglich. Die Zange kann Papier und Pappen miteinander verbinden, ohne zusätzliches Material zu verwenden. So können bei Sekundär- und Tertiärverpackungen Monomaterialverbindungen geschaffen werden, die zu 100% recycelbar sind und dadurch die Zirkularität von Verpackungen in der Logistik- und Warensicherungsbranche fördern.